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12.09.2017, 18:38 Uhr von hallelife.de | Redaktion

https://www.hallelife.de/nachrichten/halle-saale/aktuelles/news/items/ministerpraesident-dr-haseloff-weiht-modernste-zahnklinik-deutschlands-ein.html

Medizinische Fakultät

Ministerpräsident Dr. Haseloff weiht modernste Zahnklinik Deutschlands ein

Am heutigen Dienstag, 12. September 2017, eröffnete der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, die neuen Räumlichkeiten der modernsten Zahnklinik Deutschlands, im Gebäude der Magdeburger Straße 16. In die Sanierung und Ausstattung des Gebäudes flossen etwa zehn Millionen Euro aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und etwa drei Millionen Euro aus dem Budget der Medizinischen Fakultät.

Das Thema Zähne und Mundgesundheit spielt in jedem Lebensalter eine Rolle. Die Zahngesundheit in Deutschland ist auf einem guten Niveau. Nicht zuletzt trägt die ausgebaute Krankenversorgung und in Deutschland dazu bei, dass die Zähne in einem guten Zustand sind. Dass das auch in Sachsen-Anhalt so bleibt, dafür sorgt die Zahnklinik der halleschen Universitätsmedizin. Über die modernsten Behandlungs- und Arbeitsbedingungen in einer Zahnklinik in Deutschland können sich die Patientinnen und Patienten sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der halleschen Zahnklinik freuen.  

Die hallesche Universitätsmedizin konnte heute zur Einweihung etwa 120 geladene Gäste begrüßen, darunter Finanzminister Sachsen-Anhalts, André Schröder, Bildungsminister Marco Tullner, der Oberbürgermeister der Stadt Halle, Dr. Bernd Wiegand, den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dr. Udo Sträter, mehrere Abgeordnete aus Bundes- und Landtag, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Standesorganisationen, Verbänden, Vereinen und Kooperationspartnern.

 

Interessierte können am Freitag, 15. September 2017, einen Blick in die neuen Räumlichkeiten werfen. Die Zahnklinik veranstaltet in ihrem neuen Gebäude in der Magdeburger Straße 16 zwischen 15 und 18 Uhr einen „Tag der offenen Tür“. Dabei kann unter anderem der studentische Behandlungssaal sowie die dentale Simulationseinheit besichtigt werden.

 

Die Hallenser Zahnklinik ist im Bereich der Krankenversorgung gut aufgestellt und verfügt über ein breites Behandlungsspektrum auf hohem Niveau. In den neuen Räumlichkeiten sind etwa 110 Mitarbeiter tätig und erhalten etwa 240 Zahnmedizin-Studierende ihre Ausbildung. Im bisherigen Hauptstandort der Zahnklinik in der Großen Steinstraße kam es 2012 zu einem Wasserschaden, so dass das Gebäude nicht für heute notwendige Zwecke saniert werden konnte. In der Magdeburger Straße fand sich mit der ehemaligen Chirurgischen Klinik ein Gebäude, das ideal dafür geeignet war, die Standorte der Zahnklinik unter einem Dach zu vereinen.

 

„Ein Vorteil am neuen Standort ist, dass nach vielen Jahren nun wieder alle Disziplinen der Zahnheilkunde unter einem Dach untergebracht sind“, sagt Professor Dr. Hans-Günter Schaller, Direktor des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. „Dies wird sich sicherlich positiv auf die Versorgung der Patienten, auf die Qualität der Ausbildung und zukünftige Forschungsprojekte auswirken“, erklärt der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Michael Gekle. Er dankt in diesem Zusammenhang auch den Spenderinnen und Spendern, die bei der Aktion „Zahn um Zahn“ im Jahr 2013 dazu beigetragen haben, die Sanierung voranzutreiben.

 

Die Studierenden erhalten ihre Ausbildung dann an den modernsten Dentalen Simulationseinheiten, die derzeit verfügbar sind. Durch eine Großgeräteförderung des Landes Sachsen-Anhalts nach einer Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft konnten wir 680.000 Euro in diese Einheiten investieren. Prof. Schaller: „Die Studierenden werden dann unter anderen an Phantomköpfen an Originalkomponenten arbeiten und Arbeitsabläufe trainieren.“ Zudem erleichtern an den Einheiten angebrachte Bildschirme den Unterricht durch die ausbildenden Zahnärzte.

 

Die Behandlungseinheiten werden auf dem neuesten Stand der Technik sein und den Patienten sowie den Studierenden beste Behandlungsbedingungen mit einem modernen Instrumentarium bieten. Außerdem werden alle Einheiten mit einem Bildschirm ausgestattet, so dass beispielsweise Röntgenbilder direkt am Platz aufgerufen werden können. Der Zahnmediziner sagt außerdem: „Wichtig ist, dass alle – von Studierenden bis zu den Professoren – die gleichen Behandlungsmöglichkeiten nutzen.“

 

Er hofft, dass den Studierenden ermöglicht werden kann, ihre Ausbildung an realen Patientinnen und Patienten vervollkommnen zu können. Diesen Vorteil können nur wenige universitäre Zahnkliniken in Deutschland bieten. „Wir sind der Bevölkerung in Halle und der Region sehr dankbar dafür, dass sie so viel Vertrauen in das Können unserer Studierenden und Mitarbeiter setzen. Jede Patientin, jeder Patient kann zu uns kommen und wird auf einem hohen Niveau behandelt“, sagt PD Dr. Thomas Klöss, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale).

 

Die hallesche Zahnklinik ist die einzige zahnmedizinische Ausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt. Prof. Gekle: „Damit sorgen wir dafür, dass die zahnmedizinische Versorgung in Sachsen-Anhalt gewährleistet wird.“ Dass die Ausbildung sehr gut ist, beweisen die hervorragenden Bewertungen der Studierenden im CHE-Ranking.

Bildergalerie



Medizin-Campus Steintor In Halle eröffnet in wenigen Tagen die neue Zahnklinik

In diesem Saal werden Patienten auch von Studenten behandelt. Aber nur unter Aufsicht, versichert Klinikchef Hans-Günter Schaller.

Foto:

Lutz Winkler



Halle (Saale) -

Hans-Günter Schaller steht in einem hellen Behandlungszimmer, so wie es Patienten vom Zahnarztbesuch kennen - nur dass es ganz neu ist. Er zeigt auf eine Buchse, an die das Kabel einer Mini-Kamera angeschlossen werden kann.

Ein Zahnarzt wird sie schon bald in den Mund eines Patienten führen, die Kamera liefert dann Bilder der besonderen Art: Auf einem Bildschirm kann sich der Patient zum Beispiel den Backenzahn hinten rechts anschauen, der seit Wochen schmerzt und wie eine Großbaustelle für einen Dentisten wirkt. Ein Klick genügt, und auf dem Bildschirm ist in einer Simulation zu sehen, wie der Zahn nach getaner Arbeit des Zahnarztes aussehen wird. Der Patient ist also voll im Bilde. Insgesamt gibt es 36 dieser Behandlungsplätze - alle identisch eingerichtet.

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Uni-Klinik Rettungsaktion der halleschen Zahnklinik

Schaller ist Geschäftsführender Direktor des Departments für Zahn-, Mund- und Kiefernheilkunde an der Uniklinik Halle. In seiner Verantwortung liegt ein Großprojekt, das nach jahrelangem Tauziehen nun fertig ist. In wenigen Tagen wird auf dem Medizin-Campus Steintor an der Magdeburger Straße die neue Zahnklinik eröffnet, die viel mehr als Mini-Kameras zu bieten hat und weit über Halle hinaus von Bedeutung ist.

Zahnklinik auf dem Medizin-Campus Steintor Halle: Keine weiten Wege mehr

„Das ist ein Meilenstein in der Ausbildung des zahnärztlichen Nachwuchses in Sachsen-Anhalt“, sagt Schaller. Raumordnung und Arbeitsabläufe seien jetzt so, wie sie in einer Zahnklinik sein müssten. Auch die Patienten würden davon profitieren. „Es gibt keine weiten Wege mehr, alles ist an einem Ort“, versichert er.

Das sanierte denkmalgeschützte Treppenhaus ist ein Blickfang der neuen Zahnklinik in der Magdeburger Straße.

Foto:

Lutz Winkler

Ortswechsel. Jetzt steht der Zahnmediziner im Untergeschoss jenes Gebäudes, in dem früher die Chirurgie beheimatet war. Schaller lässt keinen Zweifel daran, dass hier gebüffelt werden soll: „Der Saal ist der Kasernenhof der zahnmedizinischen Ausbildung“, sagt er. Zwar mit einem Augenzwinkern, aber auch mit gehörigem Ernst in der Stimme. „Hier müssen die Studenten üben, üben, üben, bis alle Eingriffe wie selbstverständlich funktionieren.“

Zahnklinik Halle - Behandlung und Fest

Eröffnung am 4. September 2017

Bis zur Eröffnung der neuen Ambulanz am 4. September in der Magdeburger Straße hält die Zahnklinik am Harz 5 eine Notfallambulanz mit fünf Behandlungsstühlen offen.

Erstuntersuchung

Lehrbetrieb beginnt

Medizin-Campus Steintor

Ausbildungszentrum

In diesem langgestreckten Saal werden Studenten über Monate an 21 Arbeitsplätzen nicht nur das unfallfreie Bohren üben. Die hochmodernen Simulationseinheiten haben alles, was eine richtige Arztpraxis auch hat: Viel technisches Gerät sowie Patienten, oder besser gesagt Plastikköpfe samt Gebiss, an denen die verschiedensten Behandlungen geübt werden können.

Das Gebäude auf dem heutigen Medizin-Campus Steintor macht auch von außen etwas her. Dort war früher die Chirurgie untergebracht.

Foto:

Lutz Winkler

Jeder Behandlungsplatz ist mit einem zentralen Computer verbunden, von dem aus die Lehrkräfte sich jederzeit in die Bohrbemühungen der Studenten einschalten und Fehler korrigieren können. „Auf diesen Saal mit seinen technischen Möglichkeiten bin ich richtig stolz. Dagegen wirken unsere bisherigen Simulationseinheiten, die 1995 beschafft wurden und damals dem Standard entsprachen, wie Modelle aus der Zeit Heinrich des Achten, also sehr veraltet“, sagt Schaller.

Einweihung der neuen Zahnklinik in Halle hat lange Vorgeschichte

Wer verstehen will, welche Bedeutung die Einweihung der neuen Zahnklinik hat, muss knapp fünf Jahre zurückblicken. Damals war die Universitätslandschaft in heller Aufregung: Der Wissenschaftsrat hatte der Medizinischen Fakultät in Halle ein schlechtes Zeugnis ausgestellt; dem damaligen Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) schien der Rotstift das liebste Handwerkzeug zu sein; in Halle grassierte die große Sorge, die Eigenständigkeit der Uniklinik sei in Gefahr. In dieser Situation kam es am alten Standort der Zahnklinik in der Großen Steinstraße - einem ehemaligen Bankgebäude - zu einem großen Wasserschaden. Die Zahnklinik zog zum Teil in ein Provisorium in der Nähe der Mensa am Harz.

In normalen Zeiten hätte das Lande viele Hebel in Bewegung gesetzt, um das Problem rasch zu lösen - am sinnvollsten mit einem Umzug in ein saniertes altes Klinikgebäude. Zumal die Zahnmedizin-Ausbildung in Halle bundesweit einen hervorragenden Ruf hat - damals wie heute. Doch die Zeiten waren nicht normal. Das Engagement des Landes für die Zahnklinik hielt sich in Grenzen.

Und in dieser Situation geschah in Halle etwas, was seinesgleichen sucht: Unter der Federführung der Landesärztekammer und der CDU-Mittelstandsvereinigung lief eine Spendenaktion unter dem Motto „Zahn um Zahn“ an. Daran beteiligten sich viele Hallenser. Für den Klinikerhalt wurde während eines Opernballs getrommelt, eine namentlich nicht genannte Hallenserin spendete sogar 25 000 Euro. Und Hartmut Möllring (CDU) - damals Wissenschaftsminister in jener Landesregierung, die die Zahnklinik nicht oben auf der Prioritätenliste hatte - übernahm die Schirmherrschaft der Aktion. Eine ungewöhnliche Doppelrolle. Nach Angaben der Präsidentin der Landesärztekammer Simone Heinemann-Meerz kamen so rund 90 000 Euro zusammen.

Einer der neuen Behandlungsräume. Davon gibt es noch 35 weitere, sie sind alle identisch eingerichtet.

Foto:

Lutz Winkler

Die Irrungen und Wirrungen aus diesen Tagen sind Geschichte. Der Medizinischen Fakultät geht es viel besser, Bullerjahn ist im Ruhestand und dessen Nachfolger im Amt des Finanzministers, André Schröder (CDU), jubelt: „Zahnklinik endlich saniert“ - für knapp 13 Millionen Euro.

Das Geld scheint gut angelegt. Davon können sich auch Patienten ab 4. September überzeugen. Dann öffnet die neue Ambulanz. Dank der kassenärztlichen Zulassung ist die Klinik für jeden offen, der Probleme mit den Zähnen hat. Jährlich werden 14.000 bis 16.000 Behandlungen registriert.

Empfang und Wartezimmer sind großzügig angelegt - wie alles in der Klinik. Die lichtdurchfluteten Räume wirken einladend; dazu trägt das Farbkonzept bei, in dem weiß und hellgrau dominieren. Die Behandlungszimmer verfügen über eine „zeitgemäße technische Ausstattung“, wie es Schaller leicht untertrieben formuliert. Zum Arbeitsgerät der Zahnärzte zählen etwa auch digitale Röntgentechnik und ein digitaler Volumentomograph, mit dessen Hilfe 3D-Bilder von Zähnen und Kiefer gemacht werden können.

Zahnarztausbildung in Halle: Bohren unter Aufsicht

Gebohrt, poliert oder gezogen wird unter anderem in einem zweiten großen Saal, in dem sich Behandlungsplatz an Behandlungsplatz reiht. Hier müssen auch Studenten ran, die genug im „Kasernenhof“ geübt haben. Ohne praktische Erfahrung am lebenden Objekt funktioniert die Zahnarztausbildung nicht.

Dass mancher Patient sich nicht unbedingt von einem Studenten in den Mund schauen lassen will, kann Schaller nachvollziehen. Er hält Bedenken aber für unbegründet. „Die Studenten lernen in den ersten sechs Semestern die verschiedenen Behandlungsmethoden wie Kinder das Fahrradfahren“, sagt er. Erst wenn sie wirklich sicher seien, dürften sie ab dem siebten Semester Patienten behandeln - unter Aufsicht der Ausbilder. Die Studenten gingen dabei sehr sorgfältig zu Werke.

Und im Übrigen kann der Patient auch Nein sagen. Dann bohrt ein vollständig ausgebildeter Zahnarzt.  (mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/28224160 ©2017








http://www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=2847&tx_ttnews[tt_news]=5577&cHash=dbf5ce579b88502144faca7fe0696f6a



Ehrenmedaille für Präsidenten der Zahnärztekammer – Auszeichnung für Engagement für Erhalt der Zahnmedizin in Halle

Der scheidende Präsident der Zahnärztekammer von Sachsen-Anhalt, Dr. Frank Dreihaupt, hat die höchste Auszeichnung der halleschen Universitätsmedizin erhalten. Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität und das Universitätsklinikum Halle (Saale) zeichnen ihn für sein Engagement für die hallesche Zahnmedizin aus. „Der Zahnärztekammerpräsident hat sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten intensiv für den Erhalt der Zahnmedizin eingesetzt, insbesondere in der politischen Landschaft“, begründet Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät, die Ehrung für den Zahnarzt. Der Zahnarzt war 2013 einer der Mitinitiatoren der Aktion „Zahn um Zahn“. Dieses bürgerschaftliche Engagement trug dazu bei, die Sanierung der Zahnklinik – und damit den Erhalt der zahnmedizinischen Ausbildung in Halle – in den vergangenen Jahren voranzubringen. Im kommenden Frühjahr werden die Zahnkliniken in ihre neuen Räumlichkeiten einziehen, die den Studierenden, Patienten und Mitarbeiter/innen die besten Ausbildungs- und Behandlungsmöglichkeiten bieten werden. 

Als der Wissenschaftsrat 1997 beschloss, dass in Deutschland mehrere Universitäten keine Zahnmedizin-Studierenden mehr ausbilden sollten – darunter auch Halle –, intervenierte Dr. Dreihaupt auf verschiedenen Ebenen gegen die Schließung dieser Traditionseinrichtung, die von den Studierenden regelmäßig als eine der besten Zahnmedizin-Ausbildungsstätten in Deutschland bewertet wird. „Dr. Dreihaupt hat ein großes Stück dazu beigetragen, dass damals die Zahnmedizin in Halle erhalten geblieben ist“, beschreibt Dr. Hans-Günther Schaller, Direktor des halleschen Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, eine weitere Begründung für die Auszeichnung des Zahnärztekammerpräsidenten. Im Rahmen der Vorlesungen für die Studierenden wirkte Dr. Dreihaupt in all den Jahren an der Gestaltung der Vorlesung für Berufskunde mit. Zudem förderte die Zahnärztekammer die feierliche Übergabe der Staatsexamenszeugnisse an die Absolventen/innen maßgeblich. Dr. Dreihaupt hatte 1998 die Idee zu diesem Absolventenball.

Zur Person: Dr. Frank Dreihaupt, 1946 geboren, studierte in Rostock Zahnmedizin und erhielt 1971 seine Approbation. Nach einem beruflichen Start in Brandenburg wurde er 1973 Zahnarzt in einer staatlichen Praxis in Tangerhütte. Im gleichen Jahr wurde Dr. Dreihaupt Mitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1991 gründete er seine eigene Praxis. Bereits ein Jahr zuvor begann das berufspolitische Engagement des Zahnarztes. Er war im Mai 1990 eines der Gründungsmitglieder der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalts und wurde auch der erste Präsident. Diese Funktion übte er durchgehend seit der Gründung und damit 26 Jahre aus. Seit mehr als 20 Jahren ist Dr. Dreihaupt zudem Mitglied im Vorstand der Bundeszahnärztekammer und übt dort mehrere Funktionen aus. Privat engagiert er sich für den Erhalt denkmalgeschützter Objekte in Tangerhütte. 

Hintergrund zur Medaille: Die Medaille wurde durch den halleschen Künstler Prof. Bernd Göbel (Burg Giebichenstein) geschaffen. Er beschrieb die Medaille wie folgt: „Wie bei Medaillen sprichwörtlich, hat auch das vorliegende Stück zwei Seiten - allerdings zeigen diese Seiten ihre Symbiose, keine Gegensätze. Für die Wittenberger Universitätsgründung erscheint Friedrich der Weise mit dem Kurfürstenhut, auf der anderen Seite der Namenspatron der halleschen Universität, Martin Luther.

Im Zentrum beider Seiten die für den wissenschaftlichen Prozess notwendigen Attribute - Hirn und Hand. Durch die Hand laufen die allerdings in der Realität kaum sichtbaren Fäden unseres Lebens, sie bilden Alpha und Omega. Ähren stehen seit Jahrhunderten für das sich immer wieder Erneuern aus sich selbst heraus. Am Rand steht Fortuna rollend in Bewegung - sie möge den Ausgezeichneten Glück bringen - dies alles eingebunden in einem Fragment der sehr gegenwärtigen Gen-Schleife.

Halle, 27. Juni 2016
Foto: Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

 





http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/ehemalige-frauenklinik-in-halle-warum-die-neue-zahnklinik-viel-teurer-wird,20640778,33581004.html

Ehemalige Frauenklinik in Halle Warum die neue Zahnklinik viel teurer wird
22.01.2016 12:47 Uhr | Aktualisiert 22.01.2016 14:54 Uhr

1883 wurde die Zahnmedizin in Halle eröffnet, damals in der Neuen Residenz. Im Jahr 1936 wurde das ehemalige Bankhaus in der Großen Steinstraße zur Zahnklinik.
Die neue Zahnklinik soll statt der veranschlagten 9,7 nun rund 12,4 Millionen Euro kosten. Wie sich die unerwarteten Mehrkosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro verteilen.
Beim Umbau der ehemaligen Frauenklinik in der Magdeburger Straße für die neue Zahnklinik sind unerwartete Mehrkosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro aufgetreten. Dies teilte das Finanzministeriums auf MZ-Anfrage mit. Damit wird der Bau, der im März des kommenden Jahres fertig sein soll, rund 12,4 Millionen Euro statt der ursprünglich veranschlagten 9,7 Millionen Euro kosten. Das Land trägt 1,8 Millionen Euro der zusätzlichen Ausgaben, die restlichen 900.000 Euro muss die Martin-Luther-Universität finanzieren. Die Mehrkosten haben verschiedene Ursachen. So sind bei der Entkernung des Gebäudes deutlich mehr Schadstoffe entdeckt worden als ursprünglich angenommen. Auch die Rohbauarbeiten sind laut Ministerium umfangreicher gewesen. Unter anderem habe die Traglast der Decken erhöht werden müssen, wie das Uniklinikum mitteilte. Dies sei in den alten Bauunterlagen des Hauses nicht verzeichnet gewesen. Offenbar habe man damals weniger Stahl verwendet als angegeben. Auch dadurch entstanden zusätzliche Kosten. Zudem seien die Honorare für Architekten und Ingenieure seit dem Jahr 2013 gestiegen. Dies sei bei dem Baubeschluss im Jahr 2012 nicht einkalkuliert worden. Rund 700.000 Euro mehr musste für die zusätzliche Beschaffung von 15 Zahnbehandlungseinheiten aufgewendet werden, wie Jens Müller, Sprecher des Universitätsklinikums auf MZ-Anfrage mitteilte. Die sollten eigentlich aus der alten Zahnklinik mitgenommen und in dem neuen Domizil installiert werden. Allerdings sei im Laufe des vergangenen Jahres klar geworden, dass es für diese Geräte aus den 90er Jahren keine Ersatzteile mehr gebe.Darum habe sich die medizinische Fakultät zu einem Neukauf entschlossen. Zudem habe die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Ankauf einer sogenannten „Dentalen Digitalen Simulationseinheit“ bewilligt. Daran können Studenten direkt Zahnoperationen üben. Für die Installation dieser Einheit mussten weitere Umbauten für rund 200.000 Euro vorgenommen werden. Die Mehrkosten seien durch die medizinische Fakultät finanziert. Eine weitere Spendenaktion für die Zahnklinik werde es nicht geben. Vor dem Umbau hatte ein Förderverein um Geld geworben. Insgesamt kamen so 76.500 Euro zusammen. (mz)



Www.hallspektrum.de 04.09.2015


Neue Zahnklinik in Halle im Zeitplan

3. September 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Seit einigen Wochen wird die ehemalige Chirurgie der Uniklinik in der Magdeburger Straße umgebaut. Fast 10 Millionen Euro werden investiert, um hier künftig die Zahnklinik unterzubringen.

„Die Zahnklinik Halle ist im Plan“, so das Fazit des wirtschaftspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktionen in Sachsen-Anhalt, Ulrich Thomas. Vertreter des zuständigen Arbeitskreises haben sich vor Ort im Rahmen einer Baustellenbesichtigung über den Stand der Arbeiten informiert. „Das ist eine gute Nachricht für alle Beteiligten für die Stadt Halle, aber auch für die Studentinnen und Studenten. Die zahnmedizinische Ausbildung hat am Standort Halle eine lange Tradition und eine überregionale Bedeutung. Trotz der Haushaltskonsolidierung ist es gelungen, die finanziellen Mittel für die Sanierung des neuen Standortes bereitzustellen. Damit wird die Zukunft der Zahnklinik Halle in gesichert“, so Thomas.

Im Jahr 2017 sollen die neuen Räumlichkeiten nutzbar sein.


Super Sonntag Stadtanzeiger für Halle und Umgebung 19. Jahrgang Nr. 34 22./23.08.2015

http://www.supersonntag-web.de/wisl_s-cms/_supersonntag/7205/Halle__Saale_.html?PHPSESSID=f1e3fcc3047b607429d781c248258923

Baufortschritt bei der künftigen Zahnklinik der halleschen Universitätsmedizin

36 Plätze für die Patienten

Zum Sommersemester 2017 soll die neue Einrichtung in Halle nutzbar sein.

Halle (sr). Eine topmoderne Zahnklinik entsteht zur Zeit auf dem Uni-Gelände in der Magdeburger Straße in Halle
mit dem Umbau des Gebäudes der ehemaligen Chirurgie. „Und dafür müssten wir eigentlich der Firma dankbar sein,
die die Schläuche herstellt, die an unserem alten Standort in der Großen Steinstraße 19 für den Wasserschaden gesorgt haben“,
meint Prof. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der MLU, mit einem Schmunzeln. Denn es gab schon
viele Anläufe, das marode Gebäude zu ersetzen. Das Problem war immer wieder die Finanzierung. Doch jetzt,
wo der Standort nicht mehr nutzbar ist und die Studenten in Provisorien unterrichtet werden müssen, konnte man endlich
den Neubau in Angriff nehmen. Das passende Gebäude dafür fand man in der alten Chirurgie. Die Abteilung war bereits 2003
nach Kröllwitz umgezogen und die 13 700 Quadratmeter Fläche wurden nur noch zu einem Drittel genutzt. Seit 2014 liefen
die Planungen für die Umstrukturierung des Gebäudes und seit April dieses Jahres ist es eine Baustelle. Mit ihren vielen
großen und kleinen Problemen, wie die Architekten Matthias Dressler und Gunter Prussak bei einer Baustellenbesichtigung erläuterten.
Das Gebäude, das man von der Magdeburger Straße aus sieht, stammt aus dem Jahr 1870, ist Stück für Stück gewachsen
und wurde mehrmals überbaut. Es stellt heute den ältesten Gebäudekomplex auf dem Uni-Campus dar und deshalb hatte auch
der Denkmalschutz beim Umbau Einiges mitzureden. Der jetzige Haupteingang bleibt der Haupteingang dann auch für die Zahnklinik,
zusätzlich wird es aber seitlich davon einen Barriere freien Zugang geben, der Rollstuhlfahrern über alle Etagen von Keller
bis zum Dach den Weg zum Zahnarzt frei macht. Im Erdgeschoss entstehen im so genannten Flügel C eine Rezeption,
eine Patientenaufnahme und ein Wartebereich. Daran schließen sich die Behandlungsräume an. Vier wird es im Erdgeschoss geben,
dazu 14 Arbeitsplätze für Studenten im großen Behandlungssaal (an dieser Stelle fand einst die erste Nierentransplantation der DDR statt).
Insgesamt können Patienten am Ende auf 36 Plätzen zahnärtzlich betreut und versorgt werden. Das historische Treppenhaus im Gebäude
wird wieder hergestellt, das Treppenhaus West komplett erneuert und das ganze Haus energetisch saniert. Im Eingangsbereich versucht man,
einen historischen Fliesenfußboden aus der Errichtungszeit über die Bauzeit zu retten, im Treppenhaus 2 eine frei gelegte Wandbemalung
wieder herzustellen und die historischen Bögen sollen erhalten werden. Umfangreiche Arbeiten sind auch am Fundament des Hauses nötig,
denn das hatte – wie damals üblich - keine Abdichtung gegen aufsteigende Nässe. Deshalb wird jetzt - sehr aufwändig,
aber unbedingt notwendig - eine Kunststoffschicht in das Mauerwerk eingebaut. Und weil man die beiden Gebäude - der Anbau stammt
aus der Zeit um 1910 – nicht einfach so einmal hoch heben kann, erfolgt das abschnittsweise. Auch die Fundamente werden
den heutigen Anforderungen angepasst und deshalb die Außenwand mit neuen Fundamenten unterbaut. Die Kosten für die neue Zahnklinik
betragen etwa zehn Millionen Euro, von denen das Land sieben Millionen finanziert. „Mit der neuen Klinik führen wir die Zahnmedizin
an einem Standort zusammen“, so Prof. Gekle, „und wir sichern die zahnmedizinische Versorgung und Notfallversorgung für die Region“.
Das trägt dann auch dazu bei, dass das zahnmedizinische Studium in Halle noch lukrativer für Studenten wird, und: „dass Karries
keine Chance in Sachsen-Anhalt hat.“ Im Einsatz auf der Baustelle mit ihren fünf (im Anbau sind es vier) Etagen einschließlich
Keller und Dachboden sind vor allem Firmen aus dem mitteldeutschen Raum. Wenn die ihren Zeitplan einhalten, dann können
die 240 Zahnmedizinstudenten der MLU bereits zum Sommersemester 2017 Einzug in ihr neues Reich in der Magdeburger Straße halten.



 


 

Dekan Prof. Michael Gekle informierte sich bei den Architekten
Matthias Dressler und Gunter Prussak (v. re. n. li.) über
den Baufortschritt in der neuen Zahnklinik. Foto: S. Richter

 

Das alte Mauerwerk aus Tonziegeln ist stabil, aber die Fundamente
im Keller müssen erneuert und eine Sperre gegen aufsteigende
Nässe eingebaut werden. Foto: S. Richter



01.07.2014 http://www.zaek-sa.de/aktuelles/

Dekan glaubt „recht fest“ an Zahnklinik-Umzug im Frühjahr 2017

  

Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Michael Gekle, hat sich im Gespräch mit den Zahnärztlichen Nachrichten Sachsen-Anhalt erleichtert gezeigt, dass die neuerliche Blockade der finanziellen Mittel für die Sanierung der künftigen Universitätszahnklinik in Halle durch die Landesregierung aufgehoben wurde. Die siebenwöchige Unterbrechung verzögere jedoch die Fertigstellung um ein ganzes Semester.Die Arbeiten, die ohnehin erst das Stadium der Ausschreibung der Architektenleistungen zur Baubetreuung erreicht hatten, liegen in der Verantwortung der BLSA und sollen laut Auftrag der Landesregierung unverzüglich fortgesetzt werden. Ehe aber tatsächlich ein Handschlag an dem Gebäudeteil der alten chirurgischen Klinik, der künftig die Universitätszahnmedizin beherbergen soll, getan werde, könne es Herbst 2014 werde, schätzt Prof. Gekle.Dass es nun ohne weitere Verzögerungen vorangehen werde, davon geht der soeben wiedergewählte Erste Mann der Medizinischen Fakultät aus. „Hinter die jetzigen Entscheidungen wird man nicht zurückgehen können“, ist er überzeugt. Daran habe auch das nachdrückliche Engagement der Initiative „Zahn um Zahn“ großen Anteil; dass Bürger nicht nur mit Worten, sondern auch mit Geldspenden für ihre Klinik einstehen, habe Eindruck gemacht. Mittlerweile seien in etwa 75.000 Euro zusammengekommen; weitere Zusagen lägen vor, die aber an die Fertigstellung des Projektes gebunden seien.Auch mit Blick auf die Landtagswahlen 2016, die schon 2015 ihre Kreise ziehen und weitere Blockaden seitens des Finanzministeriums verhindern würden, glaubt Prof. Gekle „recht fest“ an einen Umzugstermin für die Zahnklinik zum Sommersemester 2017; das ist ein Semester später als noch zu Jahresbeginn, als die Arbeiten endlich wieder aufgenommen wurden, geplant war.



07.05.2014 http://www.zaek-sa.de/aktuelles/

Empörung über neuerliche Blockade durch Finanzminister

 

Zahnärztekammer fordert: Arbeiten sofort wieder aufnehmen! 

„Wir sind empört über die selbstherrliche Handlungsweise von Finanzminister Bullerjahn und fordern, die eigenmächtige Blockade der Mittel zur Sanierung der Räume der künftigen Universitätszahnklinik in Halle sofort aufzuheben!“ erklärt Dr. Frank Dreihaupt, Präsident der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt und einer der Initiatoren der Aktion „Zahn um Zahn“ zum Erhalt einer zukunftsfähigen Universitätszahnmedizin in der Saalestadt.Bereits seit Juli 2012, als eine Wasserhavarie das Hauptgebäude der Zahnklinik weitgehend in eine Ruine verwandelt hatte, finden Patientenversorgung,

Lehre und Forschung unter provisorischen und damit erschwerten Bedingungen statt. Der Finanzminister des Landes verhinderte nicht nur im Herbst 2012 die schnelle Einleitung von Maßnahmen für die Realisierung einer Ersatzlösung für die Klinik, sondern legte im Frühjahr 2013 zusätzlich die vom Landtag bereits befürworteten Investitionsmittel auf Eis. Erst seit Anfang 2014 kann das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren endlich durchgeführt werden; die neuerliche Unterbrechung verschärfe den tiefen Vertrauensverlust aller Beteiligten und Betroffenen in die Landespolitik, unterstrich der Kammerpräsident.

Das Land Sachsen-Anhalt verletze damit in eklatanter Weise seine Pflichten, eine hochwertige und leistungsfähige Ausbildung und hochspezialisierte Patientenversorgung an der Universitätszahnklinik zu gewährleisten. Es stelle sich auch die Frage, auf welcher Basis ein Minister sich über den offenkundigen Willen des Landtages hinwegsetzen kann, offenbar noch dazu ohne Kabinettsbeschluss. „Wir erwarten von Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff, der sein Wort für den Erhalt des Universitätsklinikums und speziell auch der Zahnklinik gegeben hat, dass er seinen Finanzminister in die Schranken weist“, stellt Dr. Frank Dreihaupt klar. Die Versicherung allein, die Klinik sei nicht von einer Schließung bedroht, helfe nach so langer Zeit des Hinhaltens nicht mehr weiter; nun müssten Tatsachen geschaffen werden – und das könne nichts anderes bedeuten als die sofortige Freigabe der benötigten Mittel. Nun zähle tatsächlich jede Woche.

Dass das Universitätsklinikum in finanziellen Schwierigkeiten sei, sehe man durchaus, räumte der Kammerpräsident ein. Die Ursachen dafür seien aber weitgehend nicht beim Klinikum zu suchen, das bereits ein Strukturkonzept vorgelegt hatte, sondern im verfehlten System der Honorierung der Leistungen: Hochspezialisierte Krankenversorgung könne nicht zum Durchschnittssatz erbracht werden. Anstatt die sich daraus ergebenden Probleme, die auch auf das Land zurückfallen, auf dem Rücken der Universitätsmedizin und der Patienten auszutragen, solle sich das Land besser für eine generelle Problemlösung beim Bund starkmachen. Sachsen-Anhalt als attraktiven Universitätsstandort zu entwickeln und zu erhalten sei darüber hinaus von existenzieller Bedeutung für das wirtschaftlich angeschlagene Bundesland, so Dr. Frank Dreihaupt.

 



26.09.2013 http://www.zaek-sa.de/aktuelles/

Beeindruckendes Bekenntnis zur Universitätszahnklinik Halle

 

 

Fast 400 Gäste folgten am Abend des 25. September 2013 dem Aufruf der Bürgerinitiative ZAHNUMZAHN in Halle, sich für den Erhalt der Universitätszahnklinik
stark zu machen. Zur Auftaktveranstaltung im halleschen „Krug zum grünen Kranze“ fanden sich Zahnärzte, Zahnmedizinstudenten, Ärzte, Wissenschaftler und
Mitarbeiter der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität und Politiker zusammen. Der Schirmherr der Initiative, Minister Harald Möllring, zeigte sich überwältigt
von der Resonanz auf den Aufruf. Um seine Solidarität mit der Universitätszahnklinik zu bekunden, war auch der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer,
Prof. Dr. Christoph Benz, München, nach Halle gekommen.

 

 

Minister Möllring betonte, die Landesregierung habe nie einen Zweifel  gelassen am Erhalt der Universitätszahnklinik; sie wäre auch schlecht beraten, wollte sie
eine bundesweit so angesehene Klinik schließen, sagte er. Zum zeitlichen Faktor, der 14 Monate nach dem Wasserschaden alle Betroffenen drückt, äußerte
der Minister sich allerdings nicht. Aufgrund des Ausgabenmoratoriums im Hochschulbereich des Landes sind bis heute noch nicht einmal die Unterlagen
für die Ausschreibung der nötigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erarbeitet worden. Würden die nötigen Gelder heute noch freigegeben, dauerte es trotzdem
wenigstens bis zum Sommersemester 2016, bevor der Umzug erfolgen könnte. Bis dahin, so befürchten die Initiatoren und die vielen Unterstützer der Initiative,
könnten die Provisorien im Ausbildungs- und Versorgungsbereich die Geduld und die Kräfte der Betroffenen überspannt haben.

 

Unter den Gästen, die den herbstlich kühlen Abend vorwiegend im Garten des legendären Restaurants am Saaleufer spendenbereit und bei angeregten Gesprächen verbrachten,
waren: der Dekan der Medizinschen Fakultät und die ganze Fakultätsleitung ebenso wie der Personalratsvorsitzende, der gleich namens seiner Kollegen als einer der ersten Spender in Aktion trat;
der geschäftsführende Direktor der Universitätszahnklinik, Prof. Dr. Hans-Günter Schaller, der den Anwesenden die Bedeutung eines baldigen Umzugs der havarierten Einrichtung
in das avisierte neue Domizil der alten Chirurgischen Klinik erläuterte, ebenso wie Prof. Dr. Jürgen Setz, Prof. em. Dr. Karl-Ernst Dette, Oberärzte, Assistenten und Studenten der Zahnklinik;
der Präsident der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Frank Dreihaupt, der Vorsitzende der KZV Sachsen-Anhalt, Dieter Hanisch, ebenso wie weitere Mitglieder des Kammervorstandes und niedergelassene Zahnärzte aus Halle; die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Simone Heinemann-Meerz, und Mitglieder des Kammervorstandes; die frisch wiedergewählten Bundestagsabgeordneten Dr. Christoph Bergner (CDU) und Dr. Petra Sitte (Linke); und selbstverständlich die Initiatoren von der Mittelstandsvereinigung der CDU Halle-Saalkreis mit ihrem Vorsitzenden Dieter Lehmann und seinem Stellvertreter Andre Wallberg, die die Vorbereitung der Auftaktveranstaltung übernommen hatten.

6.09.2013 http://www.zaek-sa.de/aktuelles/

Bürgerinitiative will Zahnklinik retten

 

In Halle (Saale) hat sich die private Bürgerinitiative ZAHNUMZAHN gegründet, die dafür sorgen will, dass die Universitätszahnklinik der MLU nicht bürokratischen Hürden
und finanzpolitischen Grundsatzdiskussionen zum Opfer fällt. Initiator ist der Kreisverband Halle/Saalkreis der CDU-Mittelstandsvereinigung, unterstützt von
der Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Simone Heinemann-Meerz, dem Präsidenten der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Frank Dreihaupt, und dem Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Gekle. Zum Initiativkreis zählt auch der Geschäftsführende Direktor der Universitätszahnklinik,
Prof. Dr. Hans-Günter Schaller. 

 

 

 

Schirmherr ist der Wirtschafts- und Wissenschaftsminister des Landes, Harald Möllring; somit hat man die Landesregierung gewissermaßen mit im Boot, die bisher den Fortgang der Arbeiten für den nötigen Umzug der wassergeschädigten Zahnklinik aus der Großen Steinstraße in das ehemalige Gebäude der Chirurgie in der Magdeburger Straße nicht gerade forciert hatte; bislang sind die Umbauarbeiten noch nicht einmal ausgeschrieben worden.

Die Bürgerinitiative greift die Sorgen auf, dass ein zu langes Hinauszögern des Umzugs an den neuen Standort das Bekenntnis der Landesregierung zum Erhalt der Klinik konterkarieren könnte: Man befürchtet, dass die erschwerten Arbeits- und Studienbedingungen Studenten fernhalten oder zum Wechsel an andere Universitäten motivieren könnten und dass Wissenschaftler der Einrichtung den Rücken kehren, so dass in wenigen Jahren „mangels Masse“ ein Betrieb unmöglich würde. 

Bereits im Herbst 2012 hatte der Finanzausschuss des Landtages die ursprünglich mit rund sieben Millionen Euro bezifferte Investitionssumme bestätigt, die sich dann (aus nachvollziehbaren Gründen) auf rund zehn Millionen Euro erhöhte. Die Differenz, so Minister Möllring noch im Juni 2013 in einem Gespräch mit dem KZV-Vorsitzenden Dieter Hanisch, habe das Land nicht zur Verfügung. Man müsse erst den neuen Hochschulstrukturplan für Sachsen-Anhalt erstellen, ehe man über solche Investitionen entscheiden könne (siehe zn 7/2013, Seite 2).

An dieser Stelle will die Bürger-Inititative nun in die Bresche springen und privat Spenden für die Finanzierung der Umzugspläne sammeln, aber auch ideell Flagge für die Zahnklinik zeigen. Am 25. September 2013 um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) ist im „Krug zum Grünen Kranze“ in Halle die Auftaktveranstaltung.

In seinem Grußwort für das Faltblatt ZAHNUMZAHN erinnert ZÄK-Präsident Dr. Dreihaupt daran, dass die Gründung der Uni-Zahnklinik vor genau 130 Jahren einer privaten Initiative zu danken war – der des Prof. Friedrich Holländer. Dass nun wieder privates Engagement für den Erhalt der mittlerweile hochangesehenen Klinik sorgen will, bezeichnet er als einen „Wink der Geschichte“. Bleibt zu hoffen, dass er viele zum Mittun motiviert.           



29.04.2013 (Stellungnahme der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt http://www.zaek-sa.de/aktuelles/ )



Ein „Aus” für die Universitätszahnklinik darf es nach über
125 Jahren nicht geben!

 

Zahnärzte in Sachsen-Anhalt machen mobil! „Die Pläne der Landesregierung zur Kürzung der Ausgaben im Hochschulbereich sind eindeutig ein Weg
in die falsche Richtung! Wir begrüßen die Initiative des Aktionsbündnisses „Halle bleibt!””

 

 

Diese einmütige Meinung vertreten die Vorstände der zahnärztlichen Körperschaften und Verbände. In einer gemeinsamen Erklärung
betonen Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt, Freier Verband Deutscher Zahnärzte
in Sachsen-Anhalt und der Bund der Kieferorthopäden in Sachsen-Anhalt, dass die Entwicklungen und Diskussionen in den Landesministerien,
Hochschuleinrichtungen aus Kostengründen in Sachsen-Anhalt zur Disposition zu stellen, dass einstmals von der Landesregierung ausgegebene Ziel,
gut ausgebildete junge Akademiker im Land zu halten, konterkarieren. Mit der Schließung der medizinischen Universitätskliniken in Halle würde auch die einzige zahnmedizinische Ausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt verschwinden. „Das werden wir nicht kommentarlos hinnehmen!“, so die Unterzeichner.
Schon jetzt finden in Sachsen-Anhalt immer weniger Praxen einen Nachfolger. „Diese Situation wird sich in den nächsten Jahren dramatisch verschärfen,
die flächendeckende Versorgung immer schwieriger sicher zu stellen.“, so der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, Dipl.-Stomat. Dieter Hanisch. „Das wird auch auf die zahnärztliche Notdienstversorgung Auswirkungen haben. Patienten werden besonders auf dem Land lange Wege in Kauf nehmen müssen,
um in Notfällen Hilfe zu bekommen.“, so der Präsident der Zahnärztekammer, Dr. Frank Dreihaupt. Der Landesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte,
Dipl.-Stom. Matthias Tamm aus Dessau fügt hinzu: „Bisher kamen die meisten jungen Zahnärzte in Sachsen-Anhalt aus Halle und wir haben das immer
besonders unterstützt. Diesen motivierten Nachwuchs gibt es bei einer Schließung der Universitätszahnklinik in Halle dann nicht mehr.“
Auch die Kieferorthopäden des Landes sehen die Situation düster: „Wir benötigen für die Fachausbildung eine universitäre Einrichtung,
die dann nicht mehr zur Verfügung steht. Damit wird die Versorgung der Kinder und Jugendlichen eindeutig schlechter!“, so der Landesvorsitzende
des BDK, Dipl.-Stomat. Lorenz Bräuer aus Wernigerode.

 

Neben dem breiten politischen Dialog werden (haben) die Unterzeichner alle Zahnärzte des Landes aufgerufen, sich für
den Erhalt der universitären zahnmedizinischen Ausbildung in Halle einzusetzen. Mit Unterschriftenaktionen in den Praxen sollen die Patienten
über die möglichen Folgen aufgeklärt und um Unterstützung gebeten werden. Ein „Aus“ für die Universitätszahnklinik darf es nach über 125 Jahren nicht geben!

 

gez. Dr. Frank Dreihaupt Präsident der ZÄK S.-A.

gez. Dipl.-Stomat. Dieter Hanisch Vorsitzender der KZV S.-A. 

gez. Matthias Tamm Landesvorsitzender FVDZ S.-A. 

gez. Dr. Carsten Hünecke Öffentlichkeitsreferent der ZÄK S.-A.

gez. Dr. Jochen Schmidt Öffentlichkeitsreferent der KZV Sachsen-Anhalt

gez. Dipl.-Stomat. Lorenz Bräuer Landesvorsitzender des BDK S.-A.